Akustik-Design ist ein relativ neuer Berufszweig und bezeichnet vorwiegend die Arbeit an der akustischen Maskierung von Umweltgeräuschen oder die Anreicherung nicht klingender öffentlicher Orte mit einer eigens dafür entworfenen Einspielung. Das reicht von der allgemeinüblichen "Muzak" (Musik zum animierten Konsum) bis hin zu elektronisch interaktiven Installationen, die zb. über Lautsprecher in der Hecke eines Biergartens Klänge in Abhängigkeit vom Geräuschpegel einer benachbarten Straße einspielen und somit den Rauschte pegel der Straße klanglich "maskieren". Klanglich toRäume, wie Schwimmbäder in Hotelkellern werden auf diese Weise ebenso mit einem "Meeres-Akustik-Design" angereichert, wie Golf-Übungsplätze auf Hoteldächern mit "Golf-Ploppsounds".

 

 

 

 Knusperforschung: Akustik-Design bei Lebensmitteln

 Von Mona Bahnassawy 
 

Nicht nur das Auge, auch das Ohr isst mit - der Kartoffelchip muss richtig krachen, die Waffel appetitlich knacken, der Zwieback sanft zerbröseln, die Bierflasche beim Öffnen richtig zischen. Auf den Sound kommt es an. So wie Akustik-Designer uns bei Autos sattes Tür-„Ploppen“ und sportliches Motor-„Röhren“ bescheren, soll auch der Klang von Snacks und Drinks verbessert werden. Der gute Ton macht Appetit. Nicht umsonst wird in Werbespots der herzhafte Biss in die Schokolade, den Butterkeks oder das Eis mit beeindruckenden Geräuschen unterlegt. 

Nur haben diese mit der Realität wenig gemein. Auf den Knusper-Wert kommt's an

Das „Croustimètre“ des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé macht jetzt messbar, was unser Ohr beim Kauen wahrnimmt. Ein solcher „Knusper-Faktor“ ist die Voraussetzung dafür, den „Knusper-Wert“ eines Lebensmittels zu bestimmen und diesen dann gegebenenfalls auch verändern zu können.
Das Geräusch-Ziel: Frisch und kross statt alt und pappig. Vielleicht bleiben die Frühstücksflocken nach Öffnen der Packung länger kross, wenn man die Verpackung oder möglicherweise die Rezeptur ändert. Für solche Fragestellungen müssen nun keine menschlichen Testesser mehr bemüht werden, die ohnehin nur subjektiv urteilen können. Die neue Maschine übernimmt das Zerkauen von Keksen, Chips oder anderem Knusperwerk und misst dabei Lautstärke, Frequenz und Krafteinsatz. Die Analyse der Daten soll Qualitätskriterien fürs optimale Knuspern liefern. 

Hohe Frequenz entspricht „sehr knusprig“. Bisher gelingt es den Wissenschaftlern nur, die Knusprigkeit verschiedener Produkte - zum Beispiel Corn Flakes, Pommes Frites, Pizza oder Fischstäbchen - zu messen. Die komplexen Zusammenhänge, warum etwas mehr oder weniger knusprig ist, kennen sie noch nicht. Werden hohe Frequenzen erzeugt - im Bereich zwischen 7.000 und 12.000 Hertz - ist das Lebensmittel sehr knusprig. Corn Flakes zum Beispiel erreichen diese Werte. 

Hilfe beim Produkt-Design

Eine Pizza, beispielsweise, knuspert am meisten, wenn sie im Steinofen zubereitet wird. Ist sie ein Fertigprodukt für den heimischen Herd oder die Mikrowelle, sind die Knusper-Werte bislang noch schwach. Diese Teigfladen so zu verbessern, dass sie an das Original aus Italien heranreichen, ist das Ziel der Lebensmitteltechnologen bei Nestlé. „Es ist nicht einfach, aber es gibt Wege in der Produktentwicklung“, erklärt Chef-Knusperforscher, Dr. Piero Visani, zuversichtlich. In seinem Unternehmen hofft man, mit dem „Croustimètre“ die hauseigenen Produkte zu verbessern.

(hier wird der Begriff des "Akustik-Design" leider wieder einmal fälschlicherweise auf das "Klang-Design" angewendet. Ich habe ihn hier trotzdem einmal reingestellt, da er vom Inhalt für das Klangdesign ganz interessant ist - J.U.Lensing)

Deutsche G. f. Akustik

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Burg Giebichenstein in Halle

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ita an der TU-Berlin

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